Samstag, 17. Februar 2018

»Kraft der Verwandlung« Rubens-Ausstellung im Städel-Museum



Kaum ein anderer Künstler hat die europäische Barockmalerei so geprägt wie der flämische Maler Peter Paul Rubens. Als Inspiration dienten ihm nicht nur antike und zeitgenössische Skulpturen, sondern auch Gemälde, etwa von Tizian, Tintoretto, Elsheimer oder Goltzius. Die Ausstellung »Kraft der Verwandlung« zeigt erstmals eindrücklich Rubens’ Umgang mit seinen Vorläufern und verdeutlicht, warum er noch heute einer der bekanntesten Künstler überhaupt ist.

Das Städel Museum widmet dem weltbekannten Künstler Peter Paul Rubens (1577–1640) die umfassende Sonderausstellung »Rubens. Kraft der Verwandlung«. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen.


Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.

Kopieren, zitieren, Neues daraus schaffen - das Städel Museum Frankfurt zeigt in einer großen Rubens-Schau wie der Barockmaler seine Motive entwickelt und damit gewissermaßen ein Stilmittel des Hip-Hop vorweg genommen hat.

Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main, und des Kunsthistorischen Museums Wien. »Kraft der Verwandlung«-Ausstellung dauert vom 8.Februar bis zum 21. Mai 2018.

Weblinks:

Kraft der Verwandlung - www.staedelmuseum.de

Städel Museum – Rubens. Kraft der Verwandlung - /www.stadtkindfrankfurt.de

Mittwoch, 14. Februar 2018

Brechthaus in Augsburg

Geburtshaus von Bertolt Brecht

Der deutsche Dramatiker, Schriftsteller und Regisseur Bertolt Brecht wurde vor 120 Jahren am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren. Das Geburtshaus von Bertolt Brecht befindet sich Auf dem Rain 7. Eine Tafel am Gebäude erinnert an den berühmten Sohn der Stadt. Es liegt im Lechviertel, einem von Kanälen durchzogenen alten Handwerkerviertel, befindet sich nur wenige hundert Meter vom historischen Rathaus entfernt.

In der Ausstellung sind wertvolle Originale, das Schlafzimmer der Mutter Brechts, Erstausgaben von Brechts Werken, ein Bühnenbild von 1949, Lebend- und Totenmaske und weitere Kunstwerke von Caspar Neher, Paul Hamann und Waldemar Grzimek zu besichtigen. Eine Präsenzbibliothek und eine Videoinstallation mit Dokumentarfilmen runden das Angebot einer Begegnung mit der Persönlichkeit Brechts und seiner literarischen Entwicklung ab.

Brecht verbrachte in dem Haus nur kurze Zeit. Schon 1900 zogen seine Eltern dort aus. Seine gesamte Kindheit und Jugend lebte Brecht in der Bleichgasse 2 am Oblatterwall. Brecht gilt heute als berühmtester Sohn der Stadt Augsburg.

Weblinks:

Brechthaus - Stadt Augsburg - www.augsburg.de/kultur

Bertolt Brecht-Biografie - Biografien-Portal - www.die-biografien.de

Bertolt Brecht-Zitate - Zitate-Portal - www.die-zitate.de


Brecht-Werke:

Ausgewählte Werke in sechs Bänden:
Ausgewählte Werke in sechs Bänden
von Bertolt Brecht

Brecht-Gedichtband:

Die Gedichte
Die Gedichte
von Bertolt Brecht

Samstag, 27. Januar 2018

Georg Baselitz-Retrospektive in der Fondation Beyeler

Georg Baselitz

Georg Baselitz ist einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart. Bekannt geworden ist der Künstler durch seine Umkehrbilder. Provokationen - nicht nur in seinen Werken - sind Teil seines Selbstverständnisses.

Nachdem im Jahr 2017 anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Fondation Beyeler gleich drei Blockbuster-Ausstellungen gefeiert werden konnten, erfolgt der Startschuss in das Jahr 2018 mit einer Retrospektive: Georg Baselitz, zweifelsohne einer der prägendsten Maler und Bildhauer unserer Zeit, feiert seinen 80. Geburtstag.


Diesem Provokateur widmet das Haus eine umfangreiche Retrospektive, in der viele seiner wichtigsten Gemälde und Skulpturen der letzten sechs Jahrzehnte erstmals zusammengetragen werden.

Im gleichberechtigten Nebeneinander von Schlüsselwerken wird die Einzigartigkeit seines formalen wie inhaltlichen Erfindungsreichtums offenbar. Auf über 200 reich bebilderten Seiten begegnet einem das Schöne und Hässliche, das Mehrsinnige und Verstörende.

Literatur:

Baselitz
Baselitz
von Carla Schulz-Hoffmann und Eva Mongi-Vollmer


Blog-Artikel:

Georg Baselitz 80. Geburtstag - Kulturwelt-Blog


Video:

Georg Baselitz wird 80 - Youtube - www.youtube.com

Samstag, 20. Januar 2018

Warhol-Ausstellung der Siebdrucke im thüringischen Apolda

Warhol-Ausstellung im thüringischen Apolda

Originale von Andy Warhols Siebdrucken - wer etwa 100 von ihnen wie die Werke »Mao«, »Flowers« oder »Marilyn Monroe« sehen will, muss nicht etwa nach New York oder Paris reisen. Es genügt ein Zugticket nach Apolda in Thüringen. Das Kunsthaus dort hofft mit dieser besonderen Ausstellung auf viele Besucher.

Andy Warhols berühmter Siebdruck von Marilyn Monroe und rund 80 weitere Originale des amerikanischen Pop-Art-Künstlers sind zum Jahresauftakt im Kunsthaus Apolda Avantgarde zu sehen. Unter dem Titel »Andy Warhol - The Original Silkscreens» präsentiert das Haus bis zum 1. Juli Originale aus 16 Mappenwerken. Darunter sind nach Angaben des Vereins vom Freitag auch bisher nie gezeigte »Sunsets«» (»Sonnenuntergänge«) sowie »Campbell's Soup Cans«, »Mao« und »Flowers«.

Der Kunstförderer Heiner Friedrich hat wesentliche Arbeiten zur Verfügung gestellt. Er habe über zwei Jahrzehnte mit Warhol (1928-1987) zusammengearbeitet.

Obwohl Warhol als Werbegrafiker überaus erfolgreich war, wählte er dennoch bald den künstlerischen Weg und suchte neue Ideen für seine Bilder auf Leinwand und fixierte sich hierbei auf triviale Sujets; Hollywoodstars, Comic- und Cartoon-Motive.

Anfang der 1960er, machte er sich mit dem Siebdruck vertraut und fertigte Bilder, die er irgendwie als "glamourös" oder zumindest für interessant befand oder reflektierte in seinen Bildern und Objekten Konsum- und Supermarktartikel.

Warhol hatte sich nach seinem Studium als Gebrauchsgrafiker einen Namen als einen der angesehensten Gebrauchsgrafiker in New York gemacht. Nach 1960 war er einer der Mitbegründer der Pop Art. Vor allem die bis dahin nahezu kommerziell genutzten Siebdrucke avancierten bei ihm zur Kunst. Warhol nutzte das Verfahren auch zu politischen aussagen wie dem Zyklus «Flash» zum Kennedy-Attentat.

Warhol-Ausstellung Apolda Weblinks:

Andy Warhol im thüringischen Apolda - www.tagesschau.de

Siebdrucke von Andy Warhol in Ausstellung in Apolda - www.thueringer-allgemeine.de


Weblinks:

Warhol.org -- www.warhol.org - (englisch)

Andy Warhol-Biografie - Biografien-Portal www.die-biografien.de

Andy Warhol-Zitate - Zitate-Portal www.die-zitate.de


Literatur:

Andy Warhol 1928 - 1987
Andy Warhol 1928-1987


Andy Warhol
Andy Warhol


Andy Warhol 1928 - 1987. Kunst als Kommerz
Andy Warhol 1928 - 1987


Bildbiografie Warhol
Bildbiografie Warhol


Andy Warhol - Retrospektive
Andy Warhol Retrospektive

Samstag, 13. Januar 2018

Raffael in der Wiener Albertina

Selbstporträt Raffaels, 1506

Die Albertina zeigt die erste monografische Schau, die Raffaels Werk in Österreich präsentiert. Mit rund 130 Zeichnungen und 18 Gemälden versammelt die Ausstellung sämtliche bedeutende Projekte des Künstlers: Von der frühen umbrischen Periode (bis 1504) über die Jahre des Florenz-Aufenthaltes (1504/1505-1508) bis hin zur römischen Zeit (1508/1509-1520) sind beeindruckende Werke aus allen Schaffensphasen zu sehen.

Die chronologisch angelegte Ausstellung, laut Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder nach Van Gogh und Michelangelo die dritt-teuerste in der Geschichte des Hauses, bietet die seltene Gelegenheit, die Arbeitsweise Raffaels anhand seiner Studien und Skizzen eingehend studieren zu können. Ermöglicht habe dies, so Schröder, die "überwältigende Bereitschaft" von unzähligen hochkarätigen Leihgebern sowie der Umstand, dass mit dem Ashmolean Museum in Oxford, das mit rund 100 Raffael-Zeichnungen über den größten diesbezüglichen Bestand verfügt, ein "wunderbarer Kooperationspartner" gefunden worden sei.



In der Albertina zeigt sich das ganze Können des Renaissance-Genies, dem man in der Ausstellung nahe wie lange nicht kommt. Zahlreiche Werke aus der eigenen Sammlung sowie aus namhaften Museen veranschaulichen die Arbeit des Meisters der Hochrenaissance. Raffaels Denk- und Arbeitsprozesse vom Entwurf bis hin zur endgültigen Komposition illustrieren sowohl meisterhafte Zeichnungen als auch die Gemälde, welche zugleich einen Überblick über das malerische Schaffen des Künstlers geben. Eine Zeichnung war für ihn nur ein Gedanke, ein Zwischenschritt auf dem Weg zur höheren Malkunst.

Die »Raffael«-Ausstellung in der Albertina dauert vom 29. September 2017 bis zum 7. September 2018.

Weblink:

Raffael - www.albertina.at

Samstag, 30. Dezember 2017

Bamberger Krippenmuseum mit einer Sonderausstellung

Bamberger Krippenmuseum

Das private Krippenmuseum in der Oberen Sandstraße zeigt in seiner sechzehnten neu gestalteten Weihnachtsausstellung eine einmalige Auswahl historischer Weihnachtskrippen, die sich nach Herkunft, Alter und Material unterscheiden.

Das Bamberger Krippenmuseum zeigt in diesem Jahr unter anderem die Sonderausstellung "Immer wieder Neues – Neuerwerbungen und nie gezeigte Bestände". In der Sonderausstellung wird eine reichhaltige Auswahl an kostbaren Krippendarstellungen aus der größten Krippensammlung Deuschlands zu sehen sein.

Bamberger Krippenmuseum

Geöffnet ist das Museum von 26. November bis 6. Januar täglich von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie am 24. und 31. Dezember von 10.00 bis 12.30 Uhr.

Weblinks:

Krippen aus aller Welt in der Krippenstadt - www.br.de/franken

Krippen und Krippenwege - www.bamberg.info/krippen/



Samstag, 23. Dezember 2017

Diözesanmuseum in Bamberg zeigt Ursprünge der Weihnachtskrippen

Diözesanmuseum in Bamberg zeigt Weihnachtskrippen

Im Diözesanmuseum in Bamberg liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf den Ursprüngen der Weihnachtskrippe. Wo finden sich die ersten Darstellungen der Geburt Christi und in welchen Vorbildern der christlichen Ikonographie haben die einzelnen Krippenfiguren und Stationen ihre Wurzel?

Wo kommen der Ochs und der Esel her und warum schwebt der Gloria-Engel über dem Stall? Worauf bezieht sich das Wort 'Krippe' ursprünglich und ab wann gibt es die Weihnachtskrippe im heutigen Sinne? Solche und weitere Fragen rund um die Krippe werden in der Sonderausstellung im Diözesanmuseum thematisiert und erläutert.

Diözesanmuseum in Bamberg zeigt Weihnachtskrippen

Ausgewählte mittelalterliche und neuzeitliche Kunstwerke stellt die Ausstellung den Krippenfiguren und Szenen gegenüber. Anhand von Beispielen aus den eigenen Beständen des Museums und anhand von wertvollen Leihgaben geht sie der Frage nach den Vorläufern der Krippe sowie der Symbolik der außerbiblischen Figuren, Tiere und Motive nach.

Das Diözesanmuseum Bamberg zeigt die Ausstellung "Ursprünge der Weihnachtskrippe" von 26. November bis 8. Januar dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Geschlossen ist das Museum am 24., 25. und 31. Dezember.

Weblinks:

Krippen aus aller Welt in der Krippenstadt - www.br.de/franken

Krippen und Krippenwege - www.bamberg.info/krippen/