Samstag, 14. Oktober 2017

20 Jahre Fondation Beyeler

Gebäude der Fondation Beyeler in Riehen

Die Fondation Beyeler ist ein Schweizer Kunstmuseum und eine Stiftung mit Sitz in Riehen im Kanton Basel-Stadt. Das Kunstmuseum zeigt Werke der klassischen Moderne. Die Eröffnung des Kunstmuseums fand am 18. Oktober 1997 statt.

Die Stiftung ist die Eigentümerin der Kunstsammlung von Hildy und Ernst Beyeler, die das Ehepaar während etwa 50 Jahren zusammengetragen hatte und die 1982 in die Stiftung überführt wurde. 1989 wurde die Sammlung mit Schwerpunkt auf der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst erstmals öffentlich gezeigt, und zwar im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid.

Die Fondation Beyeler besticht nicht nur durch ihren Sammlungsbestand und hochkarätige Sonderausstellungen. Auch die Architektur des von Stararchitekt Renzo Piano erbauten Museums ist herausragend. Die Idee, das Gebäude müsse ausschließlich der Kunst dienen und dürfe nicht durch architektonische Extravaganzen auffallen, wurde virtuos umgesetzt.

Der moderne Museumsbau wurde von Architekt Renzo Piano entworfen. 1994 erhielt der Architekt Renzo Piano den Auftrag, für die Sammlung ein öffentliches Museum zu bauen, das am 18. Oktober 1997 im Park des Berowerguts in Riehen BS eröffnet wurde.

Der Museumsbau zeichnet sich durch seine Einbettung in die Umgebung, mit Blick auf Obstwiesen in den Langen Erlen, das Flusstal der Wiese aus. Der 127 Meter lang gestreckte Bau liegt an der verkehrsreichen Baselstrasse; gegen deren Lärm wird er von einer mit Porphyrplatten verkleideten Mauer abgeschirmt.

Das Museum beherbergt Gemälde der klassischen Moderne, u.a. von Claude Monet.

Der Seerosenteich vor der Südfassade spiegelt Monets Werk und bildet einen sanften Übergang zwischen Innen und Außen. Kunst und Natur harmonieren perfekt.

Die Fondation Beyeler ist ein Schweizer Kunstmuseum und eine Stiftung mit Sitz in Riehen im Kanton Basel-Stadt. Das Kunstmuseum zeigt Werke der klasssischen Moderne und wurde am 18. Oktober 1997 gegründet.


Weblink:

Fondation Beyeler - www.fondationbeyeler.ch

Claude Monet zum Jubiläum - www.swr.de

Samstag, 7. Oktober 2017

Edvard Munch-Ausstellung in San Francisco

»Asche« (1925)

Das »San Francisco Museum of Modern Art« widmet Edvard Munch (1863-1944) eine große Schau. Bis zum 9. Oktober werden zahlreiche Werke des norwegischen Malers in der amerikanischen Westküsten-Metropole ausgestellt.

Die Schau »Edvard Munch: Between the Clock and the Bed« umfasst rund 45 Gemälde aus seiner Schaffenszeit von 1880 bis in die 1940er Jahre. Kernstück ist Munchs letztes großes Selbstbildnis »Zwischen Uhr und Bett«, das er kurz vor seinem Tod fertigstellte.

Munch, der 1893 sein berühmtes Bild »Der Schrei« malte, widmete sich häufig Themen wie Verzweiflung, Krankheit und Tod. Die Ausstellung werfe ein besonderes Augenmerk auf das Spätwerk des Künstlers, teilte das Museum mit.

Gezeigt werden auch sieben Gemälde, die noch nie in den USA ausgestellt wurden. Dazu zählen »Pubertät« (1894) und »Asche« (1925). Ein weiteres Highlight ist das Bild »Verzweiflung« (1892) von einem Mann auf einer Brücke, ein Vorläufer des expressionistischen Meisterwerks «Der Schrei». Erst zum zweiten Mal wird die Leihgabe des Stockholmer Museums »Thielska galleriet« außerhalb Europas gezeigt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem »Metropolitan Museum of Art« in New York und dem »Munch-Museum« in Oslo. Ab November 2017 wird die Ausstellung in New York gezeigt, ab Mai 2018 in Oslo.

Weblink:

Grosse Edvard Munch-Ausstellung in San Francisco - https://barfi.ch

Sonntag, 1. Oktober 2017

Paul Klee-Ausstellung in der Fondation Beyeler

Paul Klee 1911

Die Ausstellung widmet sich einem bis jetzt noch kaum untersuchten Aspekt in Paul Klees Schaffen – der Abstraktion. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird die Abkehr vom Gegenständlichen und die Entwicklung abstrakter Kunst zu einem Hauptthema für viele europäische Künstler.

Auch der Schweizer Künstler Paul Klee wendet sich dieser Herausforderung zu: In seinem fast 10.000 Arbeiten umfassenden Oeuvre lassen sich – vom Früh- bis zum Spätwerk – überaus spannende Beispiele für die Entwicklung abstrakter Bildwelten sowie für Abstraktionsprozesse in der Malerei beobachten. Die wichtigsten Aspekte in Klees ungegenständlichen Werken sind dabei in seinem ganzen Schaffen von zentraler Bedeutung: Natur, Architektur, Musik und Schriftzeichen.

Die Ausstellung mit retrospektivem Charakter umfasst rund 100 Werke des Künstlers aus allen Schaffensphasen – beginnend mit dem Jahr 1913 – und versammelt wertvolle Leihgaben aus zahlreichen renommierten Institutionen und Privatsammlungen in Europa und Übersee. Neben den Hauptwerken werden bis jetzt nur selten ausgestellte Arbeiten gezeigt, die den Künstler in einem überraschend neuen Licht erscheinen lassen.

Mit 20 Werken ist Paul Klee zusammen mit Pablo Picasso der am stärksten vertretene Künstler der Sammlung Beyeler. Als Sammler und Galerist engagierte sich der Gründer unseres Museums Ernst Beyeler auf vielfältigste Art und Weise für Paul Klees Schaffen. Rund 500 Werke gingen durch die Hände des Sammlers und Galeristen. Beyelers Sammlungspassion galt hauptsächlich dem Spätwerk Klees, das er „wegen der farblichen Qualität und der Ausdrucksstärke“ besonders schätzte. Im Laufe der Jahre ist es Beyeler gelungen, eine hochkarätige Sammlung zusammenzutragen, zu deren Schlüsselwerken Gemälde wie Aufgehender Stern, 1931, 230 (V 10), Zeichen in Gelb, 1937, 210 (U 10).

Die Paul Klee-Ausstellung dauert vom 1. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2018.

Samstag, 30. September 2017

»Chagall und die Jahre des Durchbruchs 1911–1919« Ausstellung im Kunstmuseum Basel

Chagall Bild

Eine Ausstellung im Neubau des Basler Kunstmuseums widmet sich in der Ausstellung »Chagall und die Jahre des Durchbruchs 1911–1919« dem Frühwerk Marc Chagalls, welches von zwei gegensätzlichen Polen geprägt wurde.

Der künstlerische Durchbruch Chagalls (1887 – 1985) vollzog sich zwischen zwei gegensätzlichen Polen, die sich aufgrund politischer Umwälzungen ergaben. Auch geografisch können diese Pole verortet werden. So lebte Chagall von 1911 bis 1914 in Paris,wo er die Bekanntschaft mit vielen progressiven Künstlern machte, darunter Picasso, Robert und Sonia Delaunay sowie Jacques Lipchitz. In dieser Zeit kombinierte er in seinen Gemälden Erinnerungen aus dem russischen Provinzleben mit ikonischen Bruchstücken aus dem Leben in der Metropole.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges überraschte Chagall während einer Reise in seine Heimat und zwang ihn zu einem achtjährigen Aufenthalt in Russland. Es folgte eine Phase intensiver Selbstreflexion, von der viele Gemälde und Arbeiten auf Papier um 1914 Zeugnis ablegen. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Selbstportraits, Darstellungen des jüdischen Lebens und Entwürfe für das Bühnenbild zur Jahresfeier der Oktoberrevolution 1918, die er als Kommissar für Künste und Leiter der Kunstschule von Witebsk ausrichtete.

Das Kunstmuseum zeigt eine repräsentative Auswahl von Werken aus dieser künstlerisch, biografisch und politisch bewegten Zeit im Leben Chagalls. Die Ausstellung wird ergänzt durch dokumentarische ethnografische Fotografien des russischen Künstlers Solomon Judowin. Judowins Fotografien bewahren jene traditionsreiche Lebenswelt des Schtetls, die Chagalls Werk so nachhaltig prägte.

Höhepunkt der Ausstellung sind die vier Rabbiner, die nur selten zusammen zu sehen sind.

Die Kunstausstellung ist vom 18. September 2017 bis zum 21. Januar 2018 zu sehen. Für Kunstliebhaber mit Sicherheit ein trieftiger Grund für einen kurzen Trip in die Schweiz.

#Chagall #KunstmuseumBasel

Weblinks:

Kunstmuseum Basel - kunstmuseumbasel.ch

Chagall. Die Jahre des Durchbruchs 1911-1919 - Artinside - artinside.ch

Chagall – Die Jahre des Durchbruchs 1911–1919 - www.art-magazin.de

Chagall: Die Jahre des Durchbruchs 1911–1919 - www.weltkunst.de


Blog-Artikel:

Chagall und die Jahre des Durchbruchs in einer Ausstellung des Kunstmuseums Basel - schoeneecke.wordpress.com

Marc Chagall 130. Geburtstag - culturwelt.blogspot.com

Samstag, 23. September 2017

»Zeitz Museum of Contemporary Art Africa« in Kapstadt eröffnet

Zeitz Museum of Contemporary Art Africa

Eines der größten Museen für zeitgenössische Kunst in Afrika ist in Kapstadt eröffnet worden. Wo früher Getreide lagerte, hängt nun Kunst. Das erste Museum für afrikanische Kunst in Kapstadt hat sich besonders zeitgenössischen Werken verschrieben. Gestiftet hat sie der Ex-Chef von Puma.

Das »Zeitz Museum of Contemporary Art Africa«, kurz: MOCAA, in Kapstadt ist eines der größten Museen für zeitgenössische Kunst auf dem afrikanischen Kontinent. Das MOCAA in Kapstadt ist ein Megamuseum für Afrika und ein für den afrikanischen Kontinenat einmaliges Museum.

Mit dem neuen Museum setzt sich Museumsgründer Jochen Zeitz auf 6.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in einem ehemaligen Getreidesilo im Hafenviertel quasi selbst ein Denkmal. Jochen Zeitz, ein Deutscher, der ehemalige Chef von Puma, der schon länger in Afrika weilt, stellt dem Museum seine private, umfangreiche Ausstellung zur Verfügung.Nach ihm ist dann auch das Museum benannt.



Der Standort des Museums befindet sich an der Waterfront, Kapstadts Einkaufs- und Vergnügungsmeile. Die Waterfront zieht jedes Jahr 24 Millionen Besucher an. Und die sollen künftig nicht nur shoppen, sondern auch Kunst konsumieren. Auf über 6000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, rund 80 Galerien und einem Skulpturengarten auf dem Dach.

Hervorgegangen ist das Kusntmuseum aus der Privatsammlung des ehemaligen Puma-Vorstandvorsitzenden Jochen Zeitz. Museumsgründer Jochen Zeitz und sein südafrikanischer Kurator Mark Coetzee kaufen regelmäßig in großem Stil ein. Ziel der stetig wachsenden Sammlung sei von Beginn an ein Museum gewesen.

Das Gebäude wurde von dem britischen Architekten Thomas Heatherwick umgestaltet. Die Kosten liegen so höher als bei einem Neubau. Trotzdem sehen die Initiatoren auch den gesellschaftlichen Wert dieses Museums. Für Museumsbesucher unter 18 Jahre soll grundsätzlich der Eintritt frei sein, es soll eine Bildungsabteilung im Museum geben und an mehreren Tagen in der Woche haben alle Südafrikaner freien Zugang.

Weblinks:

Zeitz MOCAA - Museum of Contemporary Art Africa - https://zeitzmocaa.museum

Kapstadt: Das MOCAA wird Afrikas spektakulärstes Museum - WELT - www.welt.de

'Africa's Tate Modern' – Cape Town's Zeitz-Mocaa gallery opens ... - www.theguardian.com



Blog-Artikel:

Zeitz Museum of Contemporay Art Afrika (MOCAA)


Sonntag, 17. September 2017

documenta 14 in Kassel geht zu Ende

documenta 14 in Kassel schliesst

Die documenta 14 in Kassel geht nach hundert Tagen an diesem Wochende zu Ende. Die Kunstschau der Moderne wurde begleitet von künstlerischen Missverständnissen, einigen Skandalen und einer Finanzkrise zum Schluss. Die documenta zählt als größe Kunstschau der Moderne.

Diese documenta ist – wie angekündigt – tatsächlich neue Wege gegangen – allerdings nicht künstlerisch, sondern eher politisch. Denn dieser Kunstschau genügte es nicht, die Krise der Demokratien unter der Diktatur der Finanzindustrie auszurufen. Sie kündete auch – und damit ist sie zumindest interessanter als die sich naiv affirmativ auf bestehende Konzepte von Werk und Künstler zurückziehende Venedig-Biennale – von einem tiefsitzenden Unbehagen an der Kunst.


Dieser documenta ist es nicht gelungen, Verständnis für die Kunst zu wecken und sich dem Publikum zu öffnen. Das neue künstlerische Konzept des Kurators ist nicht überall auf Verständis gestossen. Die unter dem Eindruck der Krise der Demokratien stattfindende Kunstschau ist dagegen für politische Zwecke instrumentalisiert worden.


Diese politisch instrumentalisierte documenta haben viele nicht verstanden. Und die documenta ist finanziell an ihre Grenzen gestossen. Der künstlerische Anspruch und die Doppelausstellung in Kassel und Athen hat diese documenta finanziell überfordert.

Die documenta 14 wurde von einigen Skandalen begleitet. Politisch instrumentalisierte Kunst, unverständliche Kunstwerke aufgrund von fehlenden Erklärungen und Zusammenhänge und zum Schluss ein Finanzskandal wegen 7 Millionen Euro Defizit. Und sie stand wohl schon viel früher vor dem Aus - hätten nicht Stadt und Land mit Bürgschaften über jeweils 3,5 Millionen Euro eine Insolvenz abgewendet.

Die letzte Handlung wäre es gewesen, zuletzt noch die wunderbare, aus der Erfahrung der Diktatur, des Vernichtungskrieges und des Genozids geborene, weltweit als beispielhaft ausstrahlende zivilisatorische Errungenschaft, die all dies ermöglicht hat, nämlich die documenta selbst, in den Abgrund zu reißen.

Unter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, daß es sich um die letzte documenta in dieser Form gehandlt hat.

Weblink:

Die schlüssigste letzte Handlung

Blog-Artikel:

documenta 14 in Athen eröffnet

Samstag, 2. September 2017

"Jetzt soll ich wieder am Theater malen" - Ernst Ludwig Kirchner in Davos


Vor 100 Jahren kam der Maler Ernst Ludwig Kirchner erstmals nach Davos. In Davos betätigte sich Kirchner als Theatermaler. Das Kirchner-Museum in Davos feiert den Künstler nun mit einer Ausstellung, die auf dessen Tätigkeit als Theatermaler blickt.

Von 1920 bis 1937 wirkte er an insgesamt sieben Theaterproduktionen als Bühnenbildner und Theatermaler mit. Noch bis zum 29. Oktober 2017 ist die Schau "Jetzt soll ich wieder am Theater malen" in Davos zu sehen.

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) lebte von 1918 bis zu seinem Tod 1938 in Davos. Das Kirchner Museum Davos bietet dem Besucher das aussergewöhnliche Erlebnis, die Kunst Ernst Ludwig Kirchners am Ort ihrer Entstehung zu sehen. Davos und seine Umgebung inspirierten ihn zu einer grossen Anzahl wichtiger Arbeiten.

Weblink:

Kirchner Museum Davos - www.kirchnermuseum.ch